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Hermann`s Tipps
Hermann zeigt hier Produkte und Dienstleistungen aus dem Internet und liefert Ideen für erfolgreiches Marketing in einer Sprache, die auch Unternehmer und Inhaber von Kleinbetrieben verstehen. Tauchen Sie ein ins Netz der unbegrenzten Möglichkeiten. Vielleicht liegt ja genau hier die Lösung ...
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Kanzlerin Merkel im Internet
Das Internetmarketing der Bundeskanzlerin
vor einiger Zeit berichteten die Tageszeitungen lautstark, dass eine der zahlreichen Berliner Überwachungskameras im Regierungsviertel regelmäßig auch einen Blick in die Privatwohnung der Merkels warf und so die Kanzlerin und ihr Mann zu unfreiwilligen Stars einer Reality Show einer ganz anderen Art wurden.
Vielleicht war es ja diese Erfahrung, die Angela Merkel auf die Idee für ihren neusten Coup gebracht hat. Denn eine Überraschung ist es, was die Bundesregierung da per Pressemitteilung ankündigt: Ab heute, Donnerstag dem 8. Juni, nutzt die Bundeskanzlerin das so genannte “Podcasting”, um einmal in der Woche “die Politik der großen Koalition zu erklären”.
Was hier so selbstverständlich und unaufgeregt daher kommt, ist eine kleine Überraschung. Was gestern noch ein ultrahipper Trend unter Technorati war, ist heute normaler Alltag - zumindest für die Kanzlerin.
Das ist Podcasting
Der Begriff “Podcasting” setzt sich aus “Pod” und “broadcast” zusammen. Bei dieser Form der modernen Kommunikation werden Sound- oder Video-Clips auf einem Server im Internet hinterlegt, wo sie von den Anwendern heruntergeladen werden können. Wer keinen neuen Clip verpassen möchte, abonniert einen RSS-Feed und wird damit automatisch darüber informiert, wenn es etwas neues zu sehen oder zu hören gibt.
Trotz des Namens kann man Podcastings natürlich mit jedem Computer bzw. Abspielgerät nutzen, das in der Lage ist, MP3-Dateien wiederzugeben. Aus Anwenderperspektive wird der Computer so zu einem Radio- bzw. Fernsehgerät, bei dem einzelnen Programme die Podcasts unterschiedlicher Anbieter sind. Im Unterschied zum klassischen Rundfunk, bestimmt hier allerdings der Anwender, wann “gesendet” wird. Nämlich dann, wenn er die entsprechende Medien-Datei vom Server per Mausklick anfordert.
Merkel, die Internetmarketing Kanzlerin
Noch vor wenigen Monaten war “Video-” oder “Podcasting” eine Sache einer meist jugendlichen Szene, über die hierzulande eher mit spöttischem Amüsement berichtet wurde. Die Physikerin Angela Merkel zeigt keine Berührungsängste, sondern nutzt die neuen Medien so selbstverständlich wie ihr Mobiltelefon.
Damit ist sie, wie es in der Pressemitteilung heißt, “eine der Ersten unter ihren Amtskolleginnen und Amtskollegen, die diese Technik nutzt“. Bislang beschränkte sich zumindest hierzulande das Verhältnis von Politikern zu den neuen Medien meist darauf, dass Minister auf Messen und Veranstaltungen gefällige Reden hielten und die Bedeutung der Neuen Medien für den Wirtschaftsstandort Deutschland betonten.
Allerdings beschlich einen doch immer wieder der leise Verdacht, die Redner wüssten nicht immer so ganz genau, wovon eigentlich die Rede war. Bei Angela Merkel scheint das jetzt anders zu sein.
Pragmatische Sachkenntnis im Internetmarketing?
Als Angela Merkel während des obligatorischen Cebit-Rundgangs angesichts der aktuellen Entwicklung zu immer kleineren Mobiltelefonen darauf hinwies, dass sie selbst lieber ein Handy benutze, das sie nicht erst lange in ihrer Handtasche suchen müsse, sorgte das für milden Spott der Cebit-Kommentatoren.
Jedoch bewies Angela Merkel einmal mehr mit ihrer Hausfrauenart lediglich pragmatische Sachkenntnis. Wer sein Mobiltelefon nicht als modisches Accessoire benutzt, sondern als unverzichtbares Kommunikationswerkzeug, der weiß, dass man mit coolen Designspielereien vielleicht in der Disco punkten kann. Aber sicher nicht im Arbeitsalltag oder im aktiven Internetmarketing.
Podcasting als moderne Internetmarketing Politk
Angela Merkel will einmal in der Woche in einem drei- bis fünfminütigem Videoclip “on air” gehen. Der Startschuss fällt anlässlich der Fußball-WM ausnahmsweise am heutigen Donnerstag, in Zukunft soll jeden Samstag ein neues Video online sein und von der Webseite der Bundeskanzerlin abgerufen werden können.
Jetzt fehlt eigentlich nur noch ein Regierungs-Blog - und vor allem eine passende Reaktion der Opposition.
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