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Hermann`s Tipps

Hermann zeigt hier Produkte und Dienstleistungen aus dem Internet und liefert Ideen für erfolgreiches Marketing in einer Sprache, die auch Unternehmer und Inhaber von Kleinbetrieben verstehen. Tauchen Sie ein ins Netz der unbegrenzten Möglichkeiten. Vielleicht liegt ja genau hier die Lösung ...

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Firefox Mozilla und die Millionen Geschichte

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Mit dem 1993 entwickelten Browser NCSA Mosaic begann die Geschichte. Dieser Webbrowser war in der Lage, Text und Grafik zusammen auf einer Seite anzuzeigen.

Was heute eine Selbstverständlichkeit ist, war damals eine echte Sensation. Die “Multimedia” Fähigkeit machte ihn dann auch schnell zum Standardbrowser im WWW.

Einer der beiden Entwickler war Marc Andreessen. Er gründete 1995 die Firma Netscape, um mit einer weiterentwickelten Version des Mosaic-Browsers Geld zu verdienen.

Netscape, AOL, Mozilla Foundation und Microsoft - Geschichten schreiben

Der Netscape-Browser war geboren (intern als Mozilla bezeichnet - eine Wort-Kombination aus Mosaic und Godzilla). Innerhalb kurzer Zeit wurde dieser mit gut 90 Prozent Marktanteil zum Marktführer im Browsergeschäft.

Dann kam Microsoft und wollte sein Kuchenstück am weltweiten Browsermarkt. Durch die Kombination von Betriebssystem und vorinstallierten Browser (Microsoft Internet Explorer) begannen die Marktanteile von Netscape zu schrumpfen. 1998 wurde Netscape schlußendlich von AOL geschluckt.

Allerdings waren sie so klug, dass sie den Browser vorher noch den Status Open Source gaben und die zur Verkaufsmasse gehörende Mozilla Organization zur Verwaltung des Projekts gründeten.

AOL hat dann im Jahr 2003 die Mozilla Organization aus dem Gesamtkonzern heraus genommen und der jetzt als unabhängig auftretenden und gemeinnützigen Mozilla Foundation noch 2 Millionen US Dollar mit auf den Weg gegeben.

Frei und wieder unabhängig, oder doch nicht? Mozilla Foundation und die Geburtsstunde von Firefox

Die Mozilla Foundation betreut die unterschiedlichsten Projekte. Die Browser Firefox und SeaMonkey und den Email Client Thunderbird sowie das Kalenderprogramm Sunbird. Allerdings steht die Entwicklung und Vermarktung von Firefox ganz oben auf der Prioritätenliste.

Mit ihm versucht man wieder Fuss zu fassen im weltweiten Browsermarkt. Da die Stiftung als gemeinnütziges Unternehmen keine Gewinnerzielungsabsicht haben darf, gründete man im August 2005 die kommerzielle Tochterfirma Mozilla Corporation.

Wie man mit kostenloser Software, beispielsweise dem Firefox Browser trotzdem Geld verdient?

Vielleicht haben Sie sich auch schon mal gefragt, wie sich mit kostenloser Software Geld verdienen läßt. Den Browser Firefox und das Email-Programm Thunderbird kann ja jeder kostenlos im Internet downloaden.

Die Antwort darauf ist, um in der Mozilla Geschichte fortzufahren, relativ einfach. Finde jemanden, der seine Funktion in das Programm integrieren will und dann dafür bezahlt. So jedenfalls macht es die Mozilla Corporation. Diese finanzieren sich über Werbeeinnahmen von Google.

Fast jeder Firefox-Nutzer benutzt regelmäßig die Google-Suche. Für jede so vermittelte Suchanfrage zahlt Google einen bestimmten Betrag an Mozilla. Wenn man den Zahlen des aktuellen Geschäftsberichts glaubt, dann kommt ein ordentliches Sümmchen auf das Konto von Mozilla. :-)

Auf der Seite fünf des INDEPENDENT AUDITORS’ REPORTS stehen unter “Royalties - search” für das Jahr 2005 Einnahmen in Höhe 50 Millionen und für das Jahr 2006 Einnahmen in Höhe von 61,5 Millionen US-Dollar in den Mozilla Büchern. Diese Royalities - search betreffen die Zahlungen von Google.

Jetzt ist eine rege Diskussion in der Mozilla Gemeinde entstanden. Man unterstellt den Verantwortlichen eine Art Bereicherung. Dazu sollte man als Unternehmer auch mal Stellung nehmen.

Wenn sich ein Verantwortlicher einer Stiftung bereichert, dann macht er sich auch in USA strafbar. Und wenn man sowas unterstellt, dann sollte man es auch mal beweisen. Dann kann darüber vernünftig diskutiert werden.

Allerdings scheint es bei den Mozilla Verantwortlichen wohl eher nicht der Fall zu sein. Die Gehälter die Mozilla den wenigen fest angestellten Entwicklern, Anwälten und Software-Spezialisten zahlt, sind im Vergleich zu anderen Wirtschaftsunternehmen eher im unteren Bereich zu finden.

Allerdings bilden sie Rückstellungen. Ein Schritt, den jedes gesunde Unternehmen tun sollte. Vor allem mit den wirtschaftlichen Gepflogenheiten der USA. Damit dürfte aber die Weiterentwicklung von Firefox & Co. auf festen Boden stehen. Das ist doch eine gute Nachricht für alle, die gern mit den Mozilla Produkten arbeiten.

Eines sollte man bei dieser Konstellation jederzeit vor Augen haben. Es scheint so, als ob die Organisation sehr stark von Google abhängig ist. Was ist, wenn Google eigene Produkte ins Rennen schickt? Die Zahlungen dann nicht mehr kommen sollten. So gesehen, ist es für ein Unternehmen immer sehr gesund, für dieses Szenario gerüstet zu sein.

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