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Starke Texte schreiben

Texter Tipp: Internet Texte

Geschrieben am 23. Januar 2008

Um unsere Kompetenz bei (Internet) Texten zu beweisen, versuchen wir oft möglichst komplizierte und verschachtelte Texte zu schreiben.

Oft scheitern dadurch aber die eigentlich guten Inhalte. Nicht unbedingt, weil es am Wortschatz oder der Grammatik hapert. Der Grund dafür ist viel einfacher.

Damit jemand den Sinn solcher Sätze versteht, muss er mit der vollen Aufmerksamkeit dabei sein. Aber mit der Lese-Energie ist es manchmal so eine Sache. Deshalb wirkt das Gegenteil oft besser. Wenn Sie zum Beispiel Internet Texte schreiben, die in erster Linie am Bildschirm gelesen werden, sollten Sie großen Wert auf eine klare, einfache Sprache legen. Das gilt selbstverständlich auch für wissenschaftliche Texte. Komplexe Ideen werden nach Möglichkeit so einfach formuliert, damit Sie ein Laie verstehen kann.

Texter-Tipp zur Satzgestaltung

Gestalte deine Texte abwechslungsreich, indem du unterschiedliche Satzarten nutzt, z. B.:

Denke bei deinen Internet Texten deshalb an folgende Regeln:

  • einfache Sprache verwenden
  • vorangestellte und eingeschobene Nebensätze kurz halten
  • mehr Verben verwenden
  • verständlich schreiben (Fachjargon vermeiden)

Der Trend geht speziell im Internet (Website, Blog, Online Journals) immer mehr hin zu einer klaren und einfachen Sprache. Leider ist das bei vielen noch nicht angekommen.

Manche Autoren sind nach wie vor der Meinung, dass der Leser ruhig merken soll, wie kompetent und wichtig man ist. Aber als Leser im Internet wissen Sie auch, dass solche Texte eher zum Weiterklicken geeignet sind als sie tatsächlich zu lesen.

Beachte bei Internet Texten einfach Folgendes:

  • Schreibe Wichtiges immer in Hauptsätze – Nebensächliches gehört in Nebensätze
  • Vermeide Passivsätze – schreibe lieber in einer aktiven Sprache.
  • Halte Einleitungssätze kurz – setze das Subjekt so weit wie möglich an den Satzanfang.
  • Verzichte auf lange Nebensätze – eingeschobene Nebensätze nur, wenn unbedingt notwendig

Absätze in Internet Texten

Gestalte deine Text-Abschnitte nach folgenden Schema:

  • Konzentriere dich auf eine Hauptaussage pro Absatz. Fasse diese Hauptaussage im ersten Satz zusammen.
  • Die folgenden Sätze unterstützen die Hauptaussage und grenzen ggf. den Geltungsbereich ein.
  • Der letzte Satz sollte eine Überleitung zum nächsten Absatz sein, z. B. ein Kriterium, das für die Aussagen beider Absätze gilt.

Aufbau leserfreundlicher Internet Texte

In der Regel bestehen einfache Texte aus:

  • einem Titel (oder Headline)
  • einer kurzen Einleitung
  • einem informativen Hauptteil
  • und einem weiterführenden Schluss

Gestalte die Internet Texte lesefreundlich, spannend und abwechslungsreich. Dies erreichst du zum Beispiel schon, indem du zwischen längeren und kurzen Sätzen wechselst. In einem kurzen Satz kommt eine wichtige Aussage besonders gut zur Geltung, vor allem wenn der Satz zwischen zwei längeren Sätzen steht. Variiere auch die Länge deiner Absätze und vermeide Absätze, die aus nur einem Satz bestehen.

Für den inhaltlichen Aufbau eines Textes gibt es viele Möglichkeiten, z. B.:

  • vom Allgemeinen zum Speziellen
    allgemeine Aussage durch Beispiele belegen
  • vom Speziellen zum Allgemeinen
    Einzelheiten führen zu einer verallgemeinernden Aussage
  • vom Bekannten zum Unbekannten
    Interesse der Leser gewinnen, auf Bekanntem aufbauen
  • vom weniger Wichtigen zum Wichtigen
    Interesse aufrecht erhalten
  • chronologisch (zeitlich geordnet)
    z. B. bei Biografien

Menschen suchen im Internet ständig nach Informationen. Behalte die einfachen Regeln im Hinterkopf. Die Qualität deiner Texte wird mehr Leser anziehen und das wird sich ganz sicher auch bei Umsatz und Klickraten bemerkbar machen.

4 Kommentar(e) zu diesem Beitrag

  1. texter sagt:

    Internet Texte werden nicht gelesen = andere Regeln ;)

  2. hba sagt:

    Ok … meine Leser wären sicher an den “anderen Regeln” interessiert.

    Ich übrigens auch … denn wie sagt man doch so schön: “Man lernt nie aus.” :-D

  3. Konrad Fischer sagt:

    Vielleicht mal zwei zusätzliche Gesichtspunkte fuer die Marketingprofis hier:

    1. Schlechte Texten erhöhen die Adsense-Klickrate.

    2. Wenn der Inhalt paßt, akzeptiert der ernsthaft suchende Leser auch schlechte Texterei – und wird umso eher zum Kunden.

    Grund: Er verliert den Spaß am Text und will den Meister selbst hören – wenn’s sein muß, gegen Vorauskasse … ;-)

    Glückauf!

    Konrad
    Schlechttexter
    und Diplommeister in mieser Webseitengestaltung

  4. Jens sagt:

    …und wie es in Direktmarketing-Text sein soll: Den Leser interessiert immer der Nutzen. Welchen Benefit habe ich? Und das will ich möglichst innerhalb weniger Sekunden erfassen.
    Nur ein Klick genügt und ich bin weg.

    Zur nachweislich besseren Lesbarkeit von Internettexten:

    - mit Aufzählungen bzw. Bulletpoints arbeiten

    - Kurze Sätze. Die bringen mehr Dynamik in den Text. Der Lesefluss wird enorm gesteigert.

    Ruhig auch einmal entgegen der bekannten Grammatikspielregeln texten. Das ist bei Werbetexten/ Diremarketing-Texten erlaubt, so lang es Erfolg bringt.

    - Kurze Absätze. Maximal 5 Zeilen. Das Absatzende mit einem Teaser für weitere Info`s beenden und mit einem Call-To-Action, um den geneigten Leser tiefer in die Seite hineinzuziehen bzw. zur Handlung aufzufordern.

    - Suchmaschinenrelevante Keywords in die Headline bzw. in die Subheads. Jeweils im ersten sowie den letzten Absatz einer Seite im Text unterbringen. Relevante Keywords im Text selbst auf Unterseiten verlinken.

    - Die Title-Tags, Keywords und Description nutzen. Ist weiterhin für die Darstellung und zur besseren Auffindbarkeit in Suchmaschinen enorm wichtig.

    - Jede Einzelseite nur für 1-2 Keywords optimieren. Noch besser nur für 1 Keyword.

    - Content, Content, Content – möglichst unique!

    Und bevor Sie all diese Tipps berücksichtigen:

    – es gibt 3 Zielgruppen von Internettexten

    1. die Suchmaschinenspider
    2. Ihre Zielperson
    3. Sie selbst

    – es gibt 2 verschiedene Typen von Lesern

    1. den Überflieger, der wirklich nur scannt. Hier müssen Augenreize gesetzt werden, an denen der Überflieger hängenbleibt und tiefer in den Text einsteigt.

    2. der gemütliche Leser, der auch nicht alles liest, sich aber gern überzeugen lässt – durch Nutzen, Nutzen, Nutzen

    Begründen Sie jede Behauptung. Wecken Sie die Neugier. Sprechen Sie Emotionen an. Bauen Sie Vertrauen auf. Es nur selten im Erstkontakt gelingen. Deswegen sollte Ihr Ziel ein anderes sein.

    Unter http://www.automatisch-kunden-gewinnen.de gibt’s mehr dazu.

    Ich hoffe, etwas geholfen zu haben.

    Viele Grüsse aus München
    Jens

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